Glitzer und Farbe: Diese Kleider sind in der Ballsaison angesagt

Lila, Rot und Grün, viele Pailletten und große ausladende Röcke sind die Trends der heurigen Saison. Drei Designer verraten ihre persönlichen Tipps.

Im Jänner herrscht Hochbetrieb bei Österreichs Ballmoden-Designern. Im Salon von Juergen Christian Hoerl am Wiener Opernring geben sich derzeit die Society-Damen die Klinke in die Hand. Denn jede Dame will mit einer außergewöhnlichen Robe auf dem Parkett beeindrucken. "Am Opernball wird man mehrere Kleider von mir sehen", sagt Hoerl. Wer das sein wird, ist jedoch streng geheim. 

"Jede Dame will am Ball schön wie eine Prinzessin sein und in ihrer Robe glänzen. Mein Job ist es, diesen Traum wahrzumachen." Deshalb hält Hoerl auch nicht viel von Trends, denn seine Aufgabe sei es, jeder Dame das perfekte Kleid auszusuchen. "Es geht vor allem um die individuelle Anpassung. Das Kleid darf niemals zu kurz sein und sollte die Frau noch schöner machen."

Abendkleid aus der Kollektion von Juergen Christian Hoerl

©Wolfgang Hirt

Farbe ist ein großer Trend

Dennoch sind auch in dieser Saison Trends auszumachen. Designerin Eva Poleschinski schneidert schon seit 16 Jahren prominenten Damen wie Model Barbara Meier oder Moderatorin Kristina Inhof Roben auf den Leib. „Heuer ist Farbe der große Trend. Von starkem Lila, Magenta, bis hin zu Grüntönen. Einerseits wird es viele monochrome Kleider geben, andererseits auch bunte Roben in Pailletten oder aus Stickereien“, so die Designerin.

Kleid aus der Couture-Kollektion „Flower of Life“ von Designerin Eva Poleschinski

©OLIVER RATHSCHUELER

Schmälere Silhouetten

Auch matte Spitze sei heuer groß im Kommen, es müsse nicht immer glänzen. Profitänzerin und Opernball-Choreografin Maria Santner entschied sich im vergangenen Jahr für eine rote Robe mit einem Rock aus Federn von Poleschinski. "Gerade bei einem Ball wie dem Opernball darf es gerne der schwingende große Ballrock sein. Viele der Roben fallen heuer von der Silhouette aber schmäler aus", so die Designerin. Gerade bei Nichttänzerinnen sei der figurbetonte, schmale Schnitt angesagt. Am 8. Februar werden Opernsängerin Patricia Nolz und Influencerin Tatjana Kreuzmayer ein Kleid von Eva Poleschinski am Opernball ausführen. 

Abendkleid von Thang de Hoo. Er ist auch Juryvorsitzender des Couturewettbewerbs des Wiener Opernballs

©Hersteller

Pailetten und Glitzer

Auch Designerin Michel Mayer ortet den Trend zu Farbe und Glitzer. "Dieses Jahr darf es gerne etwas mehr sein: Bustierkleider aus hochwertiger Stickerei, weich fließende Paillettenkleider oder Seidenkleider mit zarten Spaghettiträgern." Für Michel Mayer ist bei der Auswahl des Kleides vor allem eines wichtig: das Material. Denn: "Ein Kleid soll eine Frau nicht nur atemberaubend aussehen lassen, sondern sich auch genauso gut am Körper anfühlen."

Rock aus drapiertem Seidenduchesse und einer farblich abgestimmten Seidenbluse von Michel Mayer

©JUERGEN HAMMERSCHMID

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