
Schulstart: Richtig lernen will gelernt sein
Acht Tipps, wie Eltern die Lernfreude ihrer Erstklässler ab dem ersten Schultag fördern können.
1. Ordnung schaffen
Ein aufgeräumter Arbeitsplatz hilft Kindern beim Lernen, weil er Ablenkungen reduziert und die Konzentration erleichtert. Haben Stifte, Bücher und Hefte ihren festen Platz, sparen Kinder Zeit beim Suchen und können strukturierter arbeiten. Ordnung schafft zudem eine ruhige Lernumgebung, die das Fokussieren auf die Aufgaben erleichtert und zugleich ein Gefühl von Sicherheit und Übersicht vermittelt.
2. Positives Feedback geben
Wer hat sich als Kind nicht gefreut, wenn Lehrer oder Lehrerin einen goldenen Stern ins Hausübungsheft geklebt hat? Vom einfachen Sticker bis hin zu liebevollen Worten: Lob wirkt ungemein motivierend. Denn werden Kinder für ihre Anstrengungen gelobt, fühlen sie sich ermutigt, weiterzulernen. Es zeigt, dass ihre Mühe und Fortschritte gesehen werden und stärkt so auch das Selbstvertrauen.
3. Wiederholen lassen
Animiert man Kinder, Gelerntes selbst zu erklären, verfestigt sich das Wissen im Gedächtnis deutlich besser. Anstatt nur passiv zu lesen oder zuzuhören, werden beim aktiven Üben gezielt Denkprozesse angestoßen und Verbindungen zwischen neuem und altem Wissen geknüpft. Das vertieft das Verständnis und das Gelernte kann später einfacher abgerufen werden.

Bewegung steigert die Konzentrationsfähigkeit. Studien zeigen: Kinder, die sich bewegen, behalten Gelerntes besser.
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Volksschulkinder profitieren, wenn das Lernen durch kurze Bewegungseinheiten unterbrochen wird. Diese regen die Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Gehirns an und steigern die Konzentrationsfähigkeit. Bewegung fördert aber nicht nur die Aufmerksamkeit, sondern unterstützt auch das Behalten von Lerninhalten und trägt dazu bei, Anspannungen abzubauen.
5. Fürs Lernen begeistern
Durch die Förderung der Eigenverantwortung lässt sich die Lernfreude von Kindern ankurbeln. Schon einfache Schritte – wie das Mitbestimmen bei Lernzeiten oder die Reihenfolge der Aufgaben – geben ihnen Kontrolle über ihren Lernalltag. Dadurch entwickeln sie eine positive Einstellung zum Lernen und bleiben idealerweise langfristig motiviert.
6. Auf Pausen achten
Bei Kindern ist die Konzentrationsspanne noch relativ kurz. Um die geistige Ermüdung zu verhindern, sind Pausen sinnvoll. Wann eine Unterbrechung notwendig ist, variiert je nach Kind, Tagesform und Stoff. Mit der Zeit lässt sich einschätzen, wann und wie lange die Pause dauern sollte. Ein Richtwert: Laut LernQuadrat beträgt die optimale Lernphase für Volksschulkinder etwa 20 min, gefolgt von 10–15 min Pause.

Schenkt Komfort und Geborgenheit: Dass viele Kinder bis ins Schulalter an ihrem Teddy festhalten, ist völlig normal.
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Kinder benötigen ausreichend Schlaf. Ausgeruht sind sie aufmerksamer und können neue Informationen besser aufnehmen und verarbeiten. Da der Schulalltag den Kindern oft viele neue Eindrücke und Aufgaben bringt, sollte die Wirkung eines Kuscheltiers nicht unterschätzt werden: Ein vertrauter Teddybär wird da zum „emotionalen Anker“, der dem Kind ein Stück Geborgenheit vermittelt und beim Einschlafen hilft.
8. Für andere Ursachen offen sein
Hinter einer scheinbaren Lernschwäche steckt manchmal eine unerkannte Fehlsichtigkeit. Kinder, die Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben oder Rechnen haben, sehen möglicherweise Buchstaben und Zahlen unscharf. Sie übersehen Details und ermüden auch schnell(er). Eine Untersuchung beim Augenarzt kann helfen, solche Probleme frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln.
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