Wieso man im Maka Ramen schnell essen muss
Ein Lokal, Souterrain und in Gürtel-Nähe, in dem man nur Eineinhalb-Stunden-Slots zugewiesen bekommt, das kann nicht gehen, oder?
Kontakt
Ausstattung
Beschreibung
€€
asiatisch
81 von 100 Punkten
Und wie das gehen kann! Das neue „Maka Ramen“ von Katrin Wondra und Max Hauf zeigt es, ist jeden Tag dreimal ausreserviert. Die beiden Nürnberger kochten schon in London, kamen dann nach Wien, wo Hauf bei Konstantin Filippou arbeitete und später im coolen „birdyard“. Um Neues zu sehen und vor allem die Kunst der Ramen-Zubereitung zu lernen, ging der junge Koch nach Japan, die Pandemie zwang ihn zum Abbruch der Reise, in Quarantäne in Wien stürzte er sich ins Suppen-Kochen, verkauft wurde via Instagram.
Und jetzt das erste eigene Lokal: bunt gestaltet, brodelnd vor Leben und vor allem mit grandioser Küche. Schon die „japanischen Tapas“ schmecken fantastisch, Muskatkürbis-Tempura, in Tonkatsu-Sauce marinierte, frittierte Hühnerstücke, geröstete Rüben in Reiscreme oder butterweiche Garnelen-Wan-Tans (6,50–11,50 €). Und dann natürlich die Ramen, die hier mit einer Nudelsuppe wirklich nichts mehr gemein haben, so intensiv, so konzentriert, man darf von einem Umami-Erlebnis sprechen. „Shoyu“ mit Huhn und Wasserspinat, eine Geflügel-Essenz (14 €), „Tonkotsu“, eine aus Schweineknochen und -Schwarte gekochte, milchige Kraftbrühe mit Schweinebauch und gerösteten Kirschtomaten (14,50 €), und sogar die beiden vegetarischen Ramen strotzen vor Kraft und Köstlichkeit (13,50 €). Will man all das in Ruhe genießen und dazu eine Flasche Wein trinken, sollte man den letzten Slot (19.30–22) anpeilen, aber gerade der ist sehr begehrt...
Bewertung
41 von 50
8 von 10
11 von 15
21 von 25
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