Fake-Avocado: Das umweltfreundliche Imitat

Avocados gelten als Klimasünde. In Großbritannien hat sich eine Designerin der Problematik gestellt und die Ecovado erfunden.

An den Anblick von Schnitzel aus Tofu oder Seitan haben sich die meisten inzwischen gewöhnt – tragen sie schließlich zur Verbesserung der Klimakrise bei. Doch was ist, wenn jetzt auch Früchte nachgemacht werden, um eine umweltfreundlichere Alternative zu schaffen? Klingt zwar skurril, ist aber wahr. Die Engländerin Arina Shokouhi zeigt, wie es geht und präsentiert ihre Ecovado als nachhaltigen Ersatz für die beliebte Avocado.

Die Engländerin Arina Shokouhi erfand die Ecovado

©courtesy tom mannion

Natürliche Zutaten und ähnlicher Geschmack

Das Fruchtfleisch der Ecovado besteht ausschließlich aus lokalen Naturprodukten wie Bohnen, Äpfel, Haselnüsse und Rapsöl. Es entstand in Zusammenarbeit mit einem Wissenschaftler des Food Innovation Centre der Universität Nottingham. Um die dunkelgrüne, fast knorpelige Haut – auch Epikarp genannt – zu imitieren, wird die Ecovado in biologisch abbaubarem und kompostierbarem Wachs gehüllt. Das Wachs soll nachträglich zur Kerzenherstellung verwendet werden. Beim Avocadokern greift die Designerin auf eine einfache Lösung zurück: sie nutzt ganze Walnüsse oder Kastanien – auch diese kann man essen.

Laut der Erfinderin eignet sich die Ecovado vor allem zum Belegen von Toast und zur Herstellung von Guacamole. Wann die nachgebaute Frucht auch außerhalb von Großbritannien angeboten wird, ist noch unklar. Eines steht aber fest: eine umweltfreundlichere Alternative ist die Ecovado alle Male.

Das Fruchtfleisch der Ecovado besteht aus Naturprodukten wie Bohnen, Äpfel, Haselnüsse und Rapsöl

©Arina Shokouhi

Die dunkelgrüne, fast knorpelige Haut – auch Epikarp genannt – besteht aus biologisch abbaubarem und kompostierbarem Wachs

©Arina Shokouhi

Als Avocadokern nutzt die Designerin ganze Walnüsse

©Arina Shokouhi
Janet Teplik

Über Janet Teplik

Digital Producer bei freizeit.at. Nach dem Studium der Geschichte, Germanistik und Kunstgeschichte zog die gebürtige Deutsche nach Wien und studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaften. Zuletzt war sie stellvertretende Chefredakteurin bei der MG Mediengruppe.

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