Biertipps für´s Wochenende: Zwickl - Trüber Genuss

Florian Holzer

von Florian Holzer

Das Auge trinkt mit! Und weil man im Zwickl die feinen Hefe-Teilchen sehen kann, schmeckt es gleich ein bisschen intensiver.

Ursprünglich stammt das naturtrübe Zwickl-Bier ja aus der Braumeister-Szene: Man kostete das noch trübe „Kellerbier“ eher zu Kontrollzwecken. In den 80er-Jahren wurden die trüben Biere aber populär, Schwechater war eine der ersten Brauereien, die das einstige Nischenprodukt in großem Rahmen auf den Markt brachte und in Folge für einen Zwickl-Boom sorgte. Inzwischen arbeitet man beim Zwickl längst mit Tricks, so wird etwa Weizenmalz eingebraut, weil es für mehr Trübung und Mundgefühl sorgt, bei Ottakringer wird der Farb-Effekt noch verstärkt, indem man dunkler geröstete Malze verwendet. 
Das vollmundige Bio-Zwickl von Schremser ist sogar noch ein „echtes“ Zwickl, also nur mit Gerstenmalz gebraut.
 

Florian Holzer

Über Florian Holzer

Florian Holzer ist Gastronomiekritiker, freischaffender Autor und FREIZEIT-Kolumnist. (Foto: Jürg Christandl)

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