Chillzone Balkon: So gemütlich wird dein zweites Wohnzimmer

Egal wie klein der Balkon ist, gemütliche Sitzmöbel, stimmungsvolle Beleuchtung und trendige Accessoires haben immer Platz.

Wer in der Stadt lebt, muss oft mit einem kleinen Balkon vorliebnehmen. Doch weniger Platz bedeutet nicht gleich weniger Charme. Der gemütlich eingerichtete Balkon kann sich wie eine Erweiterung des Wohnbereichs im Freien anfühlen. Damit dies gelingt, sind bei der Einrichtung einige Dinge zu beachten.

Motto: „Weniger ist mehr“

Bei kleinen Balkonen gilt das Motto: „Weniger ist mehr“ – man möchte sich schließlich noch frei bewegen können. Beginnen wir gleich beim Herzstück der Balkongestaltung: der Sitzgelegenheit. Outdoor-Möbel sollten in diesem Fall eher zart, luftig sowie hell oder in bunten Farben sein, damit sie nicht gedrungen wirken. „Entscheiden Sie sich eher für kleine Möbel wie Hocker oder zum Beispiel Bänke, die man auch als Liege verwenden kann, weil sich der Sitz-Teil hochklappen lässt“, empfiehlt Grita Schönleitner von Blaha Gartenmöbel.

Auch kleine Beistelltische erfüllen ihren Zweck und sind zudem noch hübsch anzusehen. Besonders praktisch ist alles, was sich zusammenklappen, stapeln, ausziehen oder zusammenschieben lässt. Zum Beispiel Hängetische, die sich am Geländer befestigen lassen und nur bei Bedarf hochgeklappt werden.

Praktisch für kleine Flächen: Möbel, die sich zusammenklappen lassen

©Butlers

Wetterfest und pflegeleicht

Bevor es zum Kauf der neuen Gartenmöbel geht, sollte die vorhandene Fläche genau ausgemessen werden, um die Platzverhältnisse besser einschätzen zu können. Gartenmöbel müssen besonderen Anforderungen gerecht werden. Feuchtigkeit, Rost und UV-Einstrahlung können bei Möbeln schnell großen Schaden anrichten. Sie sollten außerdem leicht sein und der Pflegeaufwand gering. Eine professionelle Beratung durch Fachpersonal spart Zeit und hilft bei der Entscheidungsfindung.

Schirm als Sichtschutz

Ordnung schafft man, indem man Balkonmöbel, aber auch Pflanzen und andere Deko-Elemente in kleinen Gruppen arrangiert. Ein eventuell benötigter Sicht- oder Sonnenschutz sollte aus einem lichten Stoff sein. „Sehr praktisch sind – speziell, wenn man wenig Platz zur Verfügung hat – Schirme, die man auch als Sichtschutz verwenden kann und die in der Ausrichtung sehr flexibel sind“, weiß Grita Schönleitner.

Als Platzwunder entpuppen sich Mini-Lounge-Sets, die sich zusammenschieben lassen

©Jardini

Unverzichtbar sind Accessoires

Teppiche, Polster und Wohndecken, sie machen den Außenbereich erst gemütlich. Genauso wie Lampen, Laternen oder Lichterketten. Sie tauchen den Balkon in ein warmes, heimeliges Licht und sorgen für die richtige Stimmung zum Chillen und Relaxen. Teppiche lassen den Außenbereich wie ein Zimmer aussehen und sie sind so konzipiert, dass sie Feuchtigkeit durchlassen und ihre Farben über Jahre behalten.

Stimmungsvolles Licht für den Feierabend bringen diese aufladbaren Gartenleuchten

©Blaha

Platz für Pflanzen

Langweilige Wände lassen sich einfach mit Rankgittern aus Holz kaschieren, an denen Kletterpflanzen wie Efeu, die schwarzäugige Susanne oder Clematis nach oben wachsen können. Vor allem bei kleinen Balkonen macht es Sinn, die Höhe zu nutzen und lieber Hängepflanzen zu verwenden.

Wer noch Platz hat, kann Pflanzen wie Oleander, Rosen, Enzianstrauch oder Zitronenbäumchen in attraktiven Trögen als Kübelpflanzen platzieren. Sie verströmen nicht nur einen verführerischen Duft, sondern locken auch Bienen und Schmetterlinge an.

Zum Naschen

Auch ein kleiner Nasch- oder Kräutergarten ist eine schöne Bereicherung für die Freiluftoase. Schnittlauch, Petersilie, Minze oder Erdbeeren gedeihen selbst in kleinen Balkonkästen.

Über Vanessa Haidvogl

Redakteurin für Immobilienwirtschaft, Wohnen und Architektur

Kommentare