Wie gesund die eintönige Ernährung von Beckham & Co wirklich ist

Victoria Beckham ernährt sich seit 25 Jahren von den gleichen beiden Grundzutaten. Auch ihre Kolleginnen mögen es monoton. Was ein Mediziner zu dieser Ernährungsweise sagt

Der beste Freund ist Starkoch Gordon Ramsay, die Küche in seiner Londoner Stadtvilla spielt alle Stücke und wenn es um Thanksgiving oder andere Genusstage geht, steht er selbst am Herd: David Beckham ist ein ausgewiesener Gourmet und leidenschaftlicher Hobbykoch.

Seine Angetraute dagegen mag es eintönig und hat nicht viel für neue Rezepte über, wie der Ex-Fußballer nun in einem Podcast über seine Gattin Victoria Beckham ausplauderte: „Ich werde sehr emotional, wenn es um Essen und Wein geht. Wenn ich etwas Gutes esse, möchte ich, dass jeder es probiert. Leider bin ich mit jemandem verheiratet, der in den vergangenen 25 Jahren immer das Gleiche gegessen hat. Seit ich sie kenne, isst sie nur gegrillten Fisch und gedämpftes Gemüse. Davon weicht Victoria nur ganz selten ab.“

Das letzte Mal habe sie eines seiner Gerichte probiert, als sie vor elf Jahren mit Tochter Harper schwanger war. „Das war einer meiner schönsten Abende.“

Strikt - und ohne Ausnahmen

Dass Victoria Beckham eine strikte Ernährungsroutine an den Tag legt, ist schon lange bekannt – vor allem in edlen Restaurants, wo stets eigene Mahlzeiten für das Ex-Spice-Girl zubereitet werden müssen. Dass die britische Designerin aber derart eintönig isst, wurde erst durch Davids Interview klar.

Kocht: David Beckham mit Tochter Harper und seiner Mutter

©DavidBeckham/Instagram

Eva Mendes und Gwyneth Paltrow

Alleine ist sie in ihrer High-Society-Welt damit aber nicht. Ähnlich ernährt sich auch Schauspielerin Eva Mendes, wie sie einem Fitnessmagazin erklärte: „Es gibt zu Mittag immer Lachs mit Reis oder Quinoa, und ich versuche, dazu auch meist einen Salat zu essen. Zum Abendessen gibt es das Gleiche. Ich bin in dieser Hinsicht ein Gewohnheitstier.“

Bei Lifestyle-Vorreiterin Gwyneth Paltrow gibt’s ebenfalls täglich gedämpften Fisch mit Variationen von Gemüse in Bio-Qualität – selbst, wenn der Trendguru in anderen Ländern auf Urlaub ist. Ersetzt wird eine Mahlzeit höchstens einmal durch einen grünen Smoothie.

Ein Getränk ersetzt auch bei Hollywoodkollegin Jennifer Aniston täglich ein festes Frühstück: Ein Shake aus Kollagen-Pulver, das jung und gesund halten soll. Generell gilt die Schauspielerin als strenge Kalorienzählerin, die auf Zucker, Milchprodukte und Getreide verzichtet. Mehr als 1.300 Kalorien nehme sie nie zu sich, verriet sie dem Magazin Shape vor einigen Jahren. Ausnahmen sind keine bekannt.

Anders als bei Gwyneth Paltrow, die im Vorjahr nach Ferien in Italien zumindest offen zugab: „Ich hatte Wein und Pasta und Milchprodukte und alles, was ich nicht haben sollte, und es war wirklich großartig. Ich war noch nie glücklicher.“

Paltrow mit ihrem Ehemann

©Taylor Hill/FilmMagic/Getty Images

Nichts dagegen einzuwenden

Wie gesund ist es also tatsächlich, sich tagein, tagaus von Fisch und Gemüse zu ernähren? Arzt Markus Metka, Präsident der österreichischen Anti-Aging-Gesellschaft, sieht darin kein Problem: „Da es sich um hochwertige Nahrungsmittel handelt, kann man ernährungsmedizinisch nicht viel dagegen einwenden.“

Die Gerichte würden gutes Eiweiß, ideale Fette in Form von Omega-3-Fettsäuren sowie sekundäre Pflanzenstoffe und gute Kohlenhydrate durch das Gemüse beinhalten.

Weniger empfehlenswert seien jedoch die Kollagen-Drinks von Aniston: „Sie sind nicht ungesund, aber wenig wirksam und könnten die Harnsäure erhöhen.“

Zwanghaft

Ob die Monotonie der Promi-Essen auch Freude bereitet, ist eine andere Frage, so Metka. Denn Essen solle immer auch mit Genuss und etwas Positivem zu tun haben. „Beckhams Ernährung klingt etwas zwanghaft, das ist für die Psyche nicht unbedingt gesund.“

Immerhin: Victoria gilt als Weinliebhaberin und schlägt in diesem Bereich ab und zu über die Stränge – ein lukullisches Laster hat die ansonsten so disziplinierte Britin dann also doch.

Christina Michlits

Über Christina Michlits

Hat Theater-, Film- und Medienwissenschaften studiert. Nach Kennenlernen des Redaktionsalltags bei Profil und IQ Style, ging es unter anderem zu Volume und dem BKF. Seit 2010 bei KURIER für die Ressorts Lebensart und Freizeit tätig.

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