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Herr Karl als Comic

Foto: Amalthea Verlag

 

Herr Karl als Comic

Der Theater-Klassiker von Helmut Qualtinger und Carl Merz wurde nun von Qualtinger-Sohn Christian kongenial als Graphic Novel umgesetzt – erschreckend intensiv und von zeitloser Aktualität.

Herausragende Theaterstücke, sagt man gemeinhin, verlieren niemals ihre Aktualität. Sie wechseln nur hin und wieder das Gewand, um sich den gegenwärtigen Umständen anzupassen. Letzteres hat „Der Herr Karl“ ganz bestimmt noch nicht nötig. Das geniale Ein-Personen-Stück, 1961 von Helmut Qualtinger und Carl Merz für das Fernsehen ersonnen und seither vielfach und auf verschiedenste Art aufgeführt, hat nichts von seiner quälenden Aktualität verloren. Auch wenn Herr Karl mit Hut und grauem Arbeitsmantel wie ein Relikt aus der Vergangenheit wirkt, sind seine vor Opportunismus und Falschheit triefenden Ansichten und Erzählungen heute so aktuell und schmerzhaft wie damals. Man muss sie nur dem Weltenlauf anpassen. Insofern ist es auch nur folgerichtig, dass Christian Qualtinger, 1958 geborener Sohn von Helmut und Leomare Qualtinger, für seine Graphic Novel des „Herrn Karl“ weder Optik noch Wortlaut den aktuellen Gegebenheiten anpasste, sondern sich beinahe sklavisch am Original orientierte.

 

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Foto: Amalthea Verlag

 

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„Das Stück gehört zu den Sternstunden des österreichischen Fernsehens, dem ich mich vollkommen verpflichtet fühle“, erzählt Christian Qualtinger im -Interview. „Ich bin ein Diener der Sache und stelle meine eigenen Interessen da vollkommen hintan“, so der Arnulf-Rainer-Schüler weiter.
 Nichtsdestoweniger – oder gerade deshalb – entwickelt die nun im Amalthea Verlag erscheinende Graphic Novel „Der Herr Karl“ ein beinahe gespenstisches Eigenleben. Denn wo Helmut Qualtinger den Zuschauer alleine aufgrund seiner Präsenz und mit der Melodie seiner Sprache zu packen verstand, zaubert Sohn Christian Qualtinger in seinem Buch Bilder von erschreckender Intensität aufs Papier. Die oft beschworene „Banalität des Bösen“ bekommt so ein unerträglich alltägliches Gesicht, das schaudern lässt.

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Für Multitalent Christian Qualtinger, der die Comic-Genies Robert Crumb und Will Eisner als Vorbilder nennt, ist die Graphic Novel von „Der Herr Karl“ der erste Ausflug ins Comic-Fach – und hoffentlich nicht der letzte. Und was mögliche Projekte betrifft, bleibt der 56-Jährige großen Vorbilder treu: „Ich könnte mir gut vorstellen, das ,Weiße Album’ der Beatles zu illustrieren.“

 

Amalthea Verlag <br />
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Carl Merz/Helmut Qualtinger<br />
D…
Foto: Amalthea Verlag

„Der Herr Karl“ von Christian Qualtinger und Reinhard Trinkler, Amalthea Verlag, 19,95 €


Für Multitalent Christian Qualtinger, der die Comic-Genies Robert Crumb und Will Eisner als Vorbilder nennt, ist die Graphic Novel von „Der Herr Karl“ der erste Ausflug ins Comic-Fach – und hoffentlich nicht der letzte. Und was mögliche Projekte betrifft, bleibt der 56-Jährige großen Vorbilder treu: „Ich könnte mir gut vorstellen, das ,Weiße Album’ der Beatles zu illustrieren.“

 

Amalthea Verlag <br />
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Carl Merz/Helmut Qualtinger<br />
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„Der Herr Karl“ von Christian Qualtinger und Reinhard Trinkler, Amalthea Verlag, 19,95 €


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